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Freizeitpark-Planungsblog

Wartezeiten Rulantica & Phantasialand: Was war da los?

Rulantica war im Schnitt ganz vorne, Phantasialand lieferte die heftigsten Schlangen – und Plopsaland Deutschland blieb fast absurd ruhig.

Wartezeiten Rulantica & Phantasialand: Was war da los?

Das Verrückte an den letzten 24 Stunden: Rulantica fühlte sich in den Wartezeiten wie der heimliche Spitzenreiter an, aber die richtig dicken Schlangen klebten wieder einmal am Phantasialand. Genau solche Tage liebe ich ja: Auf den ersten Blick wirkt alles nach Sommerferien-Logik, und dann springen plötzlich Chiapas, River Quest und ein fast leeres Plopsaland Deutschland gleichzeitig aus der Kurve.

Rulantica oben – aber Phantasialand mit den großen Brocken

Rulantica war über den gesamten Rückblick hinweg erstaunlich konstant beschäftigt. Im Schnitt bewegten sich die Wartezeiten dort bei rund 22 Minuten, knapp vor dem Phantasialand, das mit gut 21 Minuten fast danebenlag. Für einen Zeitraum mit Sonntag, beginnenden Sommerferien in mehreren Regionen und zusätzlicher Ferienbewegung ist das nicht völlig überraschend – aber dass ein Wasserpark den Freizeitpark-Schwergewichten so frech die Nase vorn zeigt, macht die Sache schon spannend.

Bei Rulantica passt außerdem der Kontext wunderbar ins Bild: Am 12. und 13. Juli lief dort jeweils Open To Hotel Guests. Das bedeutet, dass Hotelgäste in diesem Zeitraum früher beziehungsweise in einem erweiterten Fenster Zugang hatten; gerade morgens kann so ein Vorteil die ersten Rutschenrunden deutlich entspannter machen. Und genau da wurde es für Wartezeitenfans hübsch: Zwischen 09:00 und 10:00 blieb Rulantica am 13. Juli fast verschlafen ruhig, mit im Schnitt nur gut einer Minute und maximal 5 Minuten. Danach zog der Wasserpark kräftig an – um 11:00 wurde es mit etwa 47 Minuten im Schnitt plötzlich sehr ernst. Wer da die erste Stunde genutzt hat, dürfte breit gegrinst haben.

Chiapas war wieder der Magnet, River Quest zog mit

Im Phantasialand gab es dieses typische Sommerbild, bei dem man schon beim Blick auf die Wasserbahnen ahnt: Heute wird niemand „mal eben schnell“ Chiapas fahren. Chiapas war der große Wartezeitmagnet des Tages, mit durchschnittlich knapp 78 Minuten und einem Spitzenwert von 120 Minuten. Das ist nicht nur lang, das ist so eine Zahl, bei der ich automatisch anfange zu überlegen, ob ich mir nicht lieber erst eine Tüte Churros hole und später nochmal schaue.

River Quest spielte direkt mit in dieser Wasserbahn-Liga. Die Raftinganlage hing im Schnitt bei rund 64 Minuten und kletterte bis 90 Minuten. Zusammen mit Taron, das ebenfalls bis 90 Minuten ging, und F.L.Y. mit bis zu 70 Minuten, entstand im Phantasialand ein ziemlich klares Muster: Zur Mittagszeit wurde es knackig, danach gab es aber einen faszinierenden Bruch. Um 12:00 lag der Park in den Wartezeiten extrem hoch, während um 14:00 plötzlich deutlich mehr Luft im System war. Genau solche Dellen sind Gold wert, wenn man nicht einfach blind von Attraktion zu Attraktion läuft.

Der Morgen im Phantasialand hatte zusätzlich ein paar Stolpersteine. River Quest tauchte erst gegen 11:20 Uhr als geöffnet auf, also deutlich später als geplant, und auch F.L.Y. erschien erst nach 10:20 Uhr richtig im Rennen. Chiapas, Mystery Castle und mehrere kleinere Attraktionen kamen ebenfalls später in Schwung. Für Besucher heißt das nicht automatisch Panik, aber es erklärt, warum sich die ersten großen Wellen an den geöffneten Publikumslieblingen sammeln konnten.

Europa-Park wirkte breiter verteilt

Der Europa-Park war nicht der lauteste Park des Tages, aber ich fand ihn gerade deshalb interessant. Die durchschnittlichen Wartezeiten lagen bei knapp 13 Minuten, mit Spitzen bis 80 Minuten. Das klingt neben Chiapas fast harmlos, aber im Europa-Park verteilen sich Besucher bekanntlich auf eine riesige Menge Attraktionen. Wenn dort einzelne Spitzen auftauchen, steckt oft ein sehr konkreter Moment dahinter.

Auch hier lief am 12. und 13. Juli Open To Hotel Guests. Dieses Event öffnet den Park für Hotelgäste in einem eigenen Zeitfenster ab 08:15 Uhr bis 18:00 Uhr und kann gerade am Morgen einen kleinen Vorsprung bringen, bevor der Tagesbetrieb richtig Fahrt aufnimmt. In den Wartungsbeobachtungen blieb der Europa-Park eher ordentlich als dramatisch: Swiss Bob Run hatte am Morgen zwei Wartungsfenster, dazu gab es weitere kurze geplante Arbeiten. Das liest sich für mich weniger wie Chaos und mehr wie ein Park, der an einem Ferienmorgen ein paar Dinge sortiert, bevor der Tag richtig losrollt.

LEGOLAND und Movie Park: solide Ferienwellen statt Totalausbruch

LEGOLAND Deutschland und Movie Park Germany lagen schön in dieser mittleren Sommerferienzone. Im LEGOLAND Deutschland kletterte Jungle X-pedition bis 70 Minuten und war damit die klare Attraktion, bei der Familien besonders genau auf den Zeitpunkt schauen mussten. LEGO NINJAGO The Ride startete zudem erst später in den Tag, was die Planung am Vormittag nicht unbedingt einfacher machte.

Im Movie Park Germany stach vor allem Dora’s Big River Adventure heraus. Die Wasserfahrt bewegte sich im Schnitt über 40 Minuten und erreichte gut 50 Minuten – herrlich sommerlich, aber natürlich auch so eine Schlange, die man lieber nicht genau dann erwischt, wenn alle gleichzeitig Abkühlung suchen. Spannend fand ich dort den Unterschied zwischen Mittag und spätem Nachmittag: Um 12:00 war es deutlich voller, während 16:00 viel freundlicher aussah. Movie Park belohnt an solchen Tagen also Geduld.

Plopsaland Deutschland: fast leer, aber mit einem Haken

Plopsaland Deutschland war das fröhliche Gegenstück zu all den Sommerferien-Schlangen. Über acht Stunden am Sonntag blieb dort praktisch alles bei maximal 5 Minuten, im Schnitt sogar nur bei knapp 3 Minuten. Für Wartezeitennerds ist das ein kleines Geschenk: ein Ferienzeitraum, ein Wochenende im Fenster – und trotzdem kaum Schlange. Wer einfach viele Runden machen wollte, hatte im Plopsaland Deutschland offenbar einen sehr dankbaren Tag.

Der Haken war allerdings nicht zu übersehen: Lighthouse Tower machte den Besuchern einen Strich durch die Rechnung. Am Sonntag blieb die Attraktion über fünf Stunden außer Gefecht, und am Montagmorgen war sie erneut über eine Stunde nicht verfügbar. Gerade weil der restliche Park so leer wirkte, fällt so etwas extra auf: Wenn fast überall 5 Minuten stehen, ist eine fehlende Attraktion plötzlich viel sichtbarer. Wer Lighthouse Tower als Must-do auf der Liste hat, sollte vor dem Loslaufen unbedingt kurz prüfen, ob er wieder mitspielt.

Toverland blieb entspannt, aber Expedition Zork zickte

Toverland war bei den Wartezeiten angenehm zahm. Der Park bewegte sich im Schnitt um 6 Minuten, mit maximal 30 Minuten – für einen Sommerferienzeitraum wirklich freundlich. Das ist genau dieses Toverland-Gefühl, bei dem man denkt: Noch eine Runde Troy? Noch kurz zu Fēnix? Ach komm, warum nicht.

Trotzdem gab es eine auffällige Baustelle im Tagesgefühl: Expedition Zork fiel am Montagmorgen länger aus und war am Ende des Messzeitraums noch nicht wieder zurück. Insgesamt summierte sich das in diesem Fenster auf rund 80 Minuten, zusätzlich zu einem kurzen Aussetzer am Sonntagmittag. Das ist für Besucher deshalb relevant, weil Expedition Zork an warmen Tagen schnell zur beliebten Abkühlungsrunde wird. Mein persönlicher Rat: Wenn Expedition Zork ganz oben auf deiner Toverland-Liste steht, schau vor Ort früh auf die aktuelle Lage und plane nicht erst kurz vor Abfahrt damit.

Meine Strategie für heute

Wenn ich heute selbst los müsste, würde ich in Rulantica ganz klar den frühen Hotelgäste-Vorteil respektieren und große Rutschen möglichst vor dem 11-Uhr-Schub angehen. Im Phantasialand würde ich Chiapas und River Quest nicht stumpf zur Mittagszeit ansteuern, sondern auf die ruhigere Phase nach dem ersten Ansturm lauern. Für Plopsaland Deutschland klingt der Tag nach vielen Wiederholungsrunden – nur Lighthouse Tower würde ich vorher checken. Und im Movie Park Germany sowie LEGOLAND Deutschland würde ich Wasser- und Familienhighlights eher später am Tag probieren, wenn die erste Ferienwelle schon etwas weitergezogen ist.

Der Tag in Grafiken

Durchschnittliche Wartezeit nach Park

Nicht verfügbare Minuten nach Park