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Freizeitpark-Planungsblog

Wartezeiten Movie Park & Rulantica: Was war da los?

Movie Park Germany zog in den letzten 24 Stunden kräftig an, während Rulantica erst ruhig startete und später richtig Sommerferien-Energie bekam.

Wartezeiten Movie Park & Rulantica: Was war da los?

Im Movie Park Germany passierte gestern genau das, wofür ich Wachttzeitkurven liebe: Erst wirkt der Tag noch halbwegs greifbar, und plötzlich klebt die Movie Park Studio Tour bei 121 Minuten, während The Bandit im Schnitt bei fast 84 Minuten unterwegs war. Das ist kein kleiner Ferienhüpfer mehr, das ist ein ausgewachsener „Okay, jetzt planen wir besser“-Tag.

Movie Park wurde zum Warteschlangen-Magneten

Wer in den letzten 24 Stunden auf die Wartezeiten im Movie Park Germany geschaut hat, sah vor allem ein Parkbild mit richtig viel Zug auf den großen Namen. Der Park lag im Schnitt bei 34 Minuten, und gleich mehrere Attraktionen spielten in einer Liga, in der man nicht mehr spontan von Ride zu Ride schlendert. The Bandit, Iron Claw, Van Helsing's Factory und Star Trek: Operation Enterprise blieben alle auffällig hoch, dazu kam die Movie Park Studio Tour mit der längsten Spitze des Tages.

Das Spannende daran: Der ruhigere Moment lag nicht tief am Nachmittag, sondern um 11:00 Uhr, als der Park im Schnitt noch bei etwa 5 Minuten hing. Bis 16:00 Uhr hatte sich das Bild komplett gedreht und der Schnitt kletterte auf 91 Minuten. Genau solche Kurven machen mich wachttaktisch glücklich: Wer morgens zu lange Kaffee trinkt, schaut später ziemlich neidisch auf die Leute, die schon zwei Hauptattraktionen eingesammelt haben.

Rulantica startete traumhaft ruhig und wurde später richtig lebendig

Rulantica schenkte Wachttzeitenfans erst ein kleines Geschenk und zog dann die Badehose stramm. Zwischen 09:00 und 10:00 Uhr blieb fast alles angenehm niedrig, mit einem Durchschnitt von gut 2 Minuten und maximal 5 Minuten. Für einen Wasserpark in den Sommerferien ist das schon ein kleiner „bitte einmal Screenshot machen“-Moment.

Später wurde es in der Rulantica-Wartezeitenübersicht deutlich voller. Svalgur Rytt und Vinter Rytt schafften tagsüber jeweils Spitzen von 60 Minuten, und der Park landete insgesamt bei rund 23 Minuten im Schnitt. Dazu passt auch der Kontext: In Deutschland liefen in mehreren Bundesländern Sommerferien, und auch für Rulantica gab es am 23. und 24. Juli das Event Open To Hotel Guests. Das bedeutet: Hotelgäste konnten früher beziehungsweise gesondert in den Tag starten, was die frühen Wartezeitmuster zusätzlich interessant macht.

Phantasialand blieb solide voll, aber nicht völlig eskaliert

Phantasialand war wieder so ein typischer Fall von „nicht leer, aber noch beherrschbar, wenn man mitdenkt“. In der Phantasialand-Übersicht lagen F.L.Y., Crazy Bats und Taron vorne, wobei F.L.Y. im Schnitt rund 48 Minuten erreichte und Taron bei gut 46 Minuten lag. Das ist für Brühl in den Ferien absolut ernst zu nehmen, aber im Vergleich zu manch wilderem Tag der letzten Woche wirkte es fast schon kontrolliert.

Was mir dort besonders auffiel: Um 10:00 Uhr war der Park im Schnitt noch sehr entspannt unterwegs, während gegen 13:00 Uhr der große Mittagsdruck kam. Dazu passten ein paar zähe Starts am Morgen: Colorado Adventure tauchte erst nach 99 Minuten auf, Wakobato nach 88 Minuten, und mehrere Familienattraktionen folgten später. Für Besucher heißt das ganz simpel: Wenn am Vormittag nicht alles sofort mitspielt, lieber flexibel bleiben und die großen Bahnen nicht automatisch auf den Nachmittag schieben.

Europa-Park schenkte Extra-Zeit nach Feierabend

Europa-Park hatte für mich den schönsten „bleib noch kurz“-Moment des Tages. Obwohl 18:00 Uhr als Schließzeit im Plan stand, liefen die Wartezeiten noch bis 19:02 Uhr weiter — also gut eine Stunde zusätzliche Parkzeit. WODAN, Voltron, Silver Star, Eurosat - CanCan Coaster und Swiss Bob Run waren nach Parkschluss noch mit spürbaren Wartezeiten im Bild. Ganz ehrlich: Für alle, die zum Tagesende noch Energie in den Beinen hatten, ist das ein richtig feines Geschenk.

Auch rund um die geplante Schließzeit sah man bei Europa-Park noch offene Warteschlangen an mehreren großen Attraktionen. WODAN stand kurz nach 18:00 Uhr noch bei 35 Minuten, Voltron und Swiss Bob Run bei 30 Minuten. Das ist keine Aufforderung, auf eine Verlängerung zu wetten, aber als Fan würde ich genau deshalb abends nicht zu früh Richtung Ausgang bummeln.

Rulantica legte sogar nach 22:00 Uhr noch nach

Rulantica machte das gleiche Spiel in kleinerer, aber sehr sympathischer Form. Nach der geplanten Schließung um 22:00 Uhr blieb bei Vinter Rytt noch bis 22:35 Uhr Bewegung in den Wartezeiten, mit 20 Minuten als spätem Wert. Nach einem Tag, an dem Vinter Rytt schon bis 60 Minuten geklettert war, fühlt sich das wie ein netter Bonus für alle an, die den Abend im Wasserpark wirklich auskosten wollten.

Auch direkt um 22:04 Uhr wirkten Svalgur Rytt und Vinter Rytt noch nicht komplett erledigt. Für Schließzeitjäger ist das so ein kleiner Wachttzeiten-Leckerbissen: nicht blind drauf verlassen, aber wenn du ohnehin noch dort bist, lohnt der letzte Blick in die App.

Toverland hatte zwei unangenehme Haker

Toverland blieb bei den Wartezeiten insgesamt viel entspannter als die deutschen Spitzenparks, aber zwei Attraktionen sorgten trotzdem für Stirnrunzeln. Dwervelwind war am Donnerstagvormittag rund anderthalb Stunden nicht verfügbar. Gerade bei einer Bahn, die viele Besucher als „machen wir unbedingt“ auf der Liste haben, kann das den Vormittagsplan ordentlich durcheinanderwirbeln.

Expedition Zork machte am Freitagvormittag ebenfalls Probleme und war zum Ende unseres Zeitfensters seit gut einer Stunde nicht zurück. Weil diese Bahn in Toverland gerne als familienfreundlicher Pflichtstopp mitgenommen wird, würde ich vor der Abfahrt kurz in die Toverland-Wartezeiten schauen. Nicht panisch werden, aber den Plan so bauen, dass du nicht alles auf eine einzige Runde Zork setzt.

Auch LEGOLAND und Heide Park hatten klare Rush-Momente

LEGOLAND Deutschland und Heide Park waren keine Hauptdarsteller des Tages, aber die Kurven hatten trotzdem kleine Strategie-Goldstücke. Im LEGOLAND Deutschland war 10:00 Uhr noch sehr freundlich, während um 12:00 Uhr der Druck deutlich höher lag. Im Heide Park war es fast andersherum interessant: Der stärkste Moment kam um 12:00 Uhr, danach wurde es um 13:00 Uhr deutlich angenehmer.

Genau solche Unterschiede liebe ich, weil sie zeigen, dass „immer morgens alles fahren“ nicht in jedem Park gleich gut funktioniert. Im Heide Park konnte ein bisschen Geduld sogar helfen, während im Movie Park der frühe Zugriff gestern fast schon Pflichtprogramm war.

Meine Taktik für heute

Wenn ich heute in den Movie Park Germany fahren würde, wäre The Bandit nicht mein gemütlicher Nachmittagsplan, sondern ein früher Angriff. In Phantasialand würde ich Taron oder F.L.Y. vor dem Mittagsberg einsammeln und bei Colorado Adventure erst prüfen, ob der Morgen sauber läuft. In Europa-Park würde ich abends nicht zu früh aufgeben, weil WODAN, Voltron und Silver Star gestern noch erstaunlich lange Leben in den Warteschlangen hatten. Und für Rulantica? Früh rein ist Gold wert — dieses fast leere erste Stundenfenster war einfach zu schön, um es zu ignorieren.

Der Tag in Grafiken

Durchschnittliche Wartezeit nach Park

Nicht verfügbare Minuten nach Park