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Freizeitpark-Planungsblog

Wartezeiten Movie Park & Europa-Park: Was war da los?

Movie Park Germany wurde zum Wartezeiten-Magneten, Europa-Park schenkte Fans fast eine Stunde Extra-Abend und Toverland hatte einen ziemlich holprigen Techniktag.

Wartezeiten Movie Park & Europa-Park: Was war da los?

Gestern hatte Movie Park Germany diesen „Moment mal, warum ist es dort so voll?“-Vibe, während Europa-Park am Abend noch fast eine Stunde Parkzeit obendrauf packte. Genau solche Kurven liebe ich: tagsüber ordentlich Druck auf den großen Namen, später dann plötzlich ein kleines Geschenk für alle, die nicht zu früh Richtung Ausgang laufen.

Movie Park Germany war der große Wartezeiten-Magnet

Wer in den letzten 24 Stunden auf die Wartezeiten im Movie Park Germany geschaut hat, sah ein ziemlich klares Muster: Hier sammelte sich die meiste Geduld des Tages. Parkweit lagen die Wartezeiten im Schnitt bei rund 23 Minuten, aber spannend wurde es vor allem bei den großen Publikumsmagneten.

The Bandit war dabei der richtige Wartezeiten-Brocken. Die Holzachterbahn hing im Schnitt knapp unter der Stunde und kletterte bis auf 91 Minuten — das ist schon eine Ansage für einen Montag. Dahinter passte Van Helsing's Factory wunderbar ins Bild: dunkel, beliebt, kompakt, und mit Spitzen bis 71 Minuten genau so ein Kandidat, den man besser nicht erst „irgendwann nach dem Mittagessen“ einplant. Iron Claw und die Movie Park Studio Tour hielten den Druck zusätzlich hoch, wodurch der Park zur Mittagszeit richtig nach Ferienbetrieb aussah.

Der Ferienkontext macht dieses Bild noch nachvollziehbarer. In mehreren deutschen Regionen liefen bereits die Summer Holidays, und Nordrhein-Westfalen kam am 20. Juli frisch dazu. Für den Movie Park ist das natürlich ein ziemlich wichtiger Einzugsbereich — und die Warteschlangen wirkten gestern genau so, als hätten viele Familien den Ferienstart direkt genutzt.

LEGOLAND und Phantasialand blieben dicht dran

LEGOLAND Deutschland hatte keinen ganz so wilden Ausreißer wie The Bandit, aber die Wartezeiten fühlten sich schön konstant nach Sommerferien an. Auf der Seite mit den aktuellen LEGOLAND Deutschland Wartezeiten stach besonders Fire Dragon heraus: im Tagesverlauf im Schnitt gut 53 Minuten, mit einer Spitze von 65 Minuten. Jungle X-pedition blieb ebenfalls ein echter Magnet, was bei warmem Ferienpublikum natürlich niemanden überraschen dürfte — Wasser, Abenteuer, Familienziel, zack: Warteschlange.

Phantasialand wirkte etwas weniger explosiv als an einigen der letzten Tage, aber entspannt war es dort definitiv nicht. Bei den Phantasialand Wartezeiten lagen F.L.Y., Crazy Bats, Taron und Winja‘s Force sehr nah beieinander. Das finde ich als Wartezeitenfan immer spannend, weil es zeigt, dass sich die Besucher nicht nur auf einen einzigen Superstar stürzten. Taron erreichte 70 Minuten, F.L.Y. blieb mit 60 Minuten ebenfalls klar im Planungsbereich — also nichts, was man mal eben zwischen Eis und Chiapas einschiebt.

Ein kleiner Stolperstart fiel in Brühl trotzdem auf. Talocan tauchte erst deutlich später richtig im Tagesbild auf, rund zwei Stunden und 15 Minuten nach der geplanten Öffnung. Auch Winja‘s Force und Wakobato kamen später in Schwung. Für Besucher heißt das vor allem: morgens nicht stur an einem geschlossenen Favoriten kleben bleiben, sondern flexibel Richtung Taron, Black Mamba oder F.L.Y. weiterziehen.

Europa-Park machte den Abend richtig schön

Europa-Park hatte tagsüber keine komplett verrückten Wartezeiten, aber der Abend war für mich das hübscheste Detail des Rückblicks. Der Park sollte um 18:00 Uhr schließen, doch bei den Europa-Park Wartezeiten war bis 18:59 Uhr noch richtig Leben in den Warteschlangen. Fast eine volle Stunde extra Parkgefühl — dafür gibt es von mir ein sehr begeistertes Nicken.

Das war nicht nur ein einzelner Nachzügler. Nach der geplanten Schließzeit liefen unter anderem Voltron, Voletarium, Eurosat - CanCan Coaster, ARTHUR, WODAN - Timburcoaster und Matterhorn-Blitz noch mit sichtbaren Wartezeiten weiter. Voletarium erreichte nach 18:00 Uhr noch 40 Minuten, Voltron lag später am Abend bei bis zu 35 Minuten. Genau solche Abende sind Gold wert, wenn man gerne bis zum letzten Moment bleibt.

Rund um den Europa-Park lief außerdem am 20. und 21. Juli das Event „Open To Hotel Guests“. Das bedeutet: Hotelgäste konnten früher in den Park beziehungsweise in ausgewählte Bereiche hinein, im Europa-Park ab 08:15 Uhr und in Rulantica ab 09:00 Uhr. Solche Extra-Zeitfenster verschieben die ersten Besucherströme gerne ein wenig — nicht dramatisch, aber für Wartezeiten-Nerds natürlich wieder ein schönes Puzzleteil.

Rulantica schenkte morgens ein kleines Ruhefenster

Rulantica hatte insgesamt durchaus Sommerferien-Puls, aber der Morgen war fast schon niedlich ruhig. Zwischen 09:00 und 10:00 Uhr blieb fast alles extrem entspannt: im Schnitt nur rund 2 Minuten, maximal 5 Minuten. Für ein Wasserpark-Zeitfenster in der Ferienzeit ist das wirklich ein kleines Geschenk.

Später drehte sich das Bild wie erwartet. Am späten Nachmittag wurde es deutlich voller, mit dem stärksten Druck gegen 17:00 Uhr. Wer also in Rulantica die beliebten Rutschen möglichst stressfrei sammeln wollte, hatte morgens die besseren Karten. Ich liebe solche Kontraste: erst gemütlich reinrutschen, später dann Ferien-Wasserpark in voller Lautstärke.

Toverland hatte den rauesten Technik-Abschnitt

Toverland war aus Wartezeitensicht eigentlich gar nicht überfüllt, aber technisch war es der auffälligste Park des Tages. Bei den Toverland Wartezeiten blieb der Park im Schnitt unter 8 Minuten, doch mehrere wichtige Attraktionen sorgten für Stirnrunzeln.

Expedition Zork machte den Besuchern erneut das Leben schwer: Die Wasserbahn war über achteinhalb Stunden nicht verlässlich im Rennen und verschwand damit praktisch aus einem großen Teil des nutzbaren Tages. Das tut in einem Ferienpark wie Toverland weh, weil Expedition Zork genau zu den Attraktionen gehört, die man bei Sommerwetter gerne als Abkühlungsjoker einplant. Am nächsten Vormittag tauchte die Bahn wieder als Problemkind auf, und auch Fēnix fehlte ab dem Morgen mindestens anderthalb Stunden im normalen Ablauf. Wenn dann später auch noch Troy vorübergehend nicht mitspielte, wird aus einem eigentlich ruhigen Toverland-Tag plötzlich ein echter Strategie-Tag.

Europa-Park hatte ebenfalls einige Unterbrechungen im Überblick, aber dort ging es um Wartungsarbeiten, nicht um klassische Störungen. Insgesamt sammelten sich 188 Minuten solcher Wartungsfenster, unter anderem bei Castello dei Medici und einigen weiteren Attraktionen. Das liest sich erstmal nach viel, wirkte aber eher wie verteilte Pflegearbeit als wie ein Tag, der den Parkfluss ernsthaft aus der Bahn warf.

Meine Strategie für heute

Wenn ich heute in den Movie Park fahren würde, wäre The Bandit für mich ganz klar ein Frühziel, danach direkt Van Helsing's Factory, bevor die Mittagswelle wieder zuschlägt. Im LEGOLAND würde ich Fire Dragon nicht bis zum Nachmittag liegen lassen, weil der Park gestern gegen 16:00 Uhr am stärksten anzog. Im Europa-Park würde ich dagegen bewusst Energie für den Abend sparen: Voltron, Voletarium oder WODAN können sich kurz vor Schluss richtig lohnen, wenn der Park wieder so spendabel bleibt. Und bei Toverland würde ich vor der Abfahrt einmal ganz gezielt auf Fēnix, Expedition Zork und Troy schauen — nicht aus Panik, sondern weil ein schneller Check dort gestern wirklich den Tagesplan gerettet hätte.

Der Tag in Grafiken

Durchschnittliche Wartezeit nach Park

Nicht verfügbare Minuten nach Park